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Ökologisch-Botanischer Garten

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GARTENMELDE - Newsletter

GARTENMELDE heißt unsere zweimal jährlich erscheinende Infoschrift, weil sie Aktuelles aus dem Garten meldet. Ein kleines Wortspiel! Denn der Name steht auch für Atriplex hortensis, eine alte Kulturpflanze, die als Gemüse, Salat-, Heil- und Färbepflanze verwendet wird. Im Sommer wächst die Gartenmelde in unserem Nutzpflanzengarten!

Die GARTENMELDE liegt gedruckt zur kostenlosen Mitnahme unter anderem im ÖBG aus, wird an unsere Mitglieder im Freundeskreis ÖBG e.V. per Post versandt, steht als PDF-Download zur Verfügung und kann als Newsletter abonniert werden.

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Unsere Themen in der Ausgabe Nr. 2 / 2021:


Ausklang des Sommers im Nutzpflanzengarten

In diesem Jahr neu errichtet wurde das Hochbeet im Nutzpflanzengarten, das Anregungen für den Garten zu Hause geben kann. Es wird aktuell mit Herbst-/Wintergemüse nochmal bepflanzt. Schön herbstlich blüht der Sommerflor, ebenfalls im Nutzpflanzengarten.

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Ein-Blick ins Gewächshaus

Unsere Gewächshäuser haben kürzere Öffnungszeiten als das Freigelände. Damit aber stets ein Blick von außen in die Gewächshäuser möglich ist - vielleicht als Appetitmacher - wurden in die Türen zum Tropenwald- (Fotos) und Mediterran-/ Subtropenhaus jeweils vier transparente Sichtgläser eingebaut. Den Austausch dieser Gläser hat der Freundeskreis ÖBG e.V. finanziert. Genehmigen Sie sich den Ein-Blick durch diese Schau-Fenster! ML


Neophyten-Ausstellung 2022

Klimawandel und menschliche Aktivitäten, allen voran die fortschreitende  Globalisierung, führen dazu, dass in allen Regionen der Erde nicht-heimische Pflanzen einwandern oder eingeschleppt werden und sich dort ansiedeln. Botanische Gärten, die mit ihren vielen exotischen Arten Ausgangsorte für die Ausbreitung neuer Arten  (Neophyten) sein können, nehmen sich dieser Thematik an. Daher hat in Team von sechs WissenschaftlerInnen aus Botanischen Gärten eine  Ausstellung und eine Broschüre zu „Neue Wilde – Globalisierung in der Pflanzenwelt“ erarbeitet. Der ÖBG wird die Ausstellung mit einem Parcours und einem Rahmenprogramm im Sommer 2022 präsentieren.
Die über 80-seitige Broschüre ist schon jetzt im ÖBG für 8 Euro erhältlich. ML


 

Studentische Abschlussarbeiten und wissenschaftliche Publikationen

Zwölf Masterarbeiten und zwei Bachelorarbeiten werden aktuell, im Studienjahr 2021/22, am ÖBG durchgeführt und durch seine WissenschaftlerInnen betreut. Derzeit laufen Studien zur Beprobung der Insektenfauna verschiedener  Baumgattungen im ÖBG oder der Ermittlung des Befalls von Apfelarten und –genotypen durch Schadinsekten. Ferner werden bei der Silphie die Blütenbesucher und ihr mögliches Invasionspotential, die Tagfalter auf Blühflächen in der Stadt  Bayreuth und Maßnahmen zur Erhöhung der Biodiversität in einer Parkanlage in Tutzing untersucht sowie deren Potenzial  für die Umweltbildung. Studien in Wäldern beschäftigen sich mit dem Vorkommen der Eibe im Frankenwald, der Biodiversität und Strukturvielfalt im Kleinprivatwald sowie der Naturverjüngung im Klimawald in Bayreuth. Untersuchungen der Pflanzenvielfalt unterschiedlich genutzter Wiesen in der Rotmainaue und die genetische Vielfalt der Mehlbeeren in der  Frankenalb zeigen die Breite der Themen von studentischen Abschlussarbeiten am ÖBG. EO

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Gute Nachfrage nach Projekten in der Umweltbildung

Nach der Corona bedingten Pause im letzten Jahr konnten heuer viele Veranstaltungen im Bereich der Umweltbildung wieder stattfinden. Im Lockdown fand eine Reihe gut besuchter online-Vorträge statt. Seit Mitte Mai 2021 gibt es wieder öffentliche Führungen. Besonders die  beiden Schwerpunktthemen Kaffee und Hülsenfrüchte konnten mit einem reichhaltigen Angebot aufwarten. Dabei gab es auch einen Parcours und Führungen explizit für Kinder. Ein Highlight  war der Aktionstag rund um Hülsenfrüchte im August, mit über 600 Besuchern. Auch die  Ausstellung „Kaffee - Kenias Segen oder Fluch? Die Perspektive der Kleinbauern“ konnte mit einem Jahr Verzögerung nun  präsentiert werden. Bis Ende Oktober besteht noch die Möglichkeit für einen Besuch. Wir freuen uns auch über die zahlreichen Schulklassen, die in der kurzen Zeit des Präsenzunterrichts in den ÖBG gekommen sind. Sehr beliebt waren  neben den klassischen Führungen die mehrstündigen Projekte zu Fair Trade, Grünland und Boden im Rahmen einer  Bildung für nachhaltige Entwicklung. Diese rege Nachfrage zeigt die große Bedeutung des ÖBG für die Erwachsenenbildung und als außerschulischer Lernort. JB

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Kaffee, Galapagos und Iran – Vorträge im Winterhalbjahr

Bekommen Sie nicht auch Reiselust, wenn bei uns die Tage kürzer und dunkler werden? Mit unseren Vorträgen im Winter geben wir anschauliche Einblicke in die Pflanzen- und Tierwelt fremder Regionen oder greifen aktuelle Themen auf. Am Donnerstag, 14. Oktober 2021 um  19:00 Uhr wird Dr. Björn Schäfer von der Wilhelma in Stuttgart zum Thema „Internationale Erhaltungssammlung für Kaffee- Varietäten“ sprechen. Dieser Vortrag wird online stattfinden – die Zugangsdaten  eben wir auf der ÖBG-webeite bekannt. Am Sonntag, 14. November 2021 um 14:00 Uhr wird Anna Walentowitz, vom Lehrstuhl Biogeographie  der Uni Bayreuth, die Galapagos-Inseln und ihre dortigen  Studien unter dem Titel „Galapagos: Ein Archipel im Wandel“  vorstellen. Am 20. Februar 2022, ebenfalls um 14:00 Uhr, wird Dr. Andreas Gröger, vom Botanischen Garten München, botanische und kulturelle Eindrücke von insgesamt drei Reisen durch den westlichen Iran präsentieren. Diese beiden Vorträge planen wir in Präsenz in einem Hörsaal an der Universität. Aktuelle Infos sowohl  bezüglich des Formates wie auch der Inhalte stellen wir rechtzeitig auf unserer Webseite ein. ML

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Der ÖBG trauert um Prof. Dr. Eduard Hertel

Am 13. August verstarb völlig unerwartet Prof. Dr. Eduard Hertel im Alter von 83 Jahren. Eduard Hertel war ein weithin bekannter und  hochgeschätzter Kryptogamenforscher, ein Spezialist für Farne, Moose und Flechten. In Anerkennung seiner wissenschaftlichen Lehr- und Forschungsleistungen verlieh ihm die Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften der Universität Bayreuth im Jahr 1999 den Titel eines Honorarprofessors. Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Schuldienst - im Hauptberuf war Eduard Hertel Volksschullehrer - schloss er sich dem ÖBG an, wo er mehr als 20 Jahre lang seinen Forschungen nachging. Schwerpunkte waren dabei der Auf- und Ausbau des  Kryptogamen- Herbariums der Universität im ÖBG und die Erforschung der Flora von Bayreuth und Nordostbayern. Als ungemein breit gebildeter, dabei äußerst bescheidener, uneitler Mensch, widmete er sich vor allem auch der Geschichte der Botanik unserer Region, insbesondere der historischen Aufarbeitung der Lebensleistung von Botanikern des 18. und 19. Jahrhunderts. Eduard Hertel zählte am 22. April 1998 zum kleinen Kreis derer, die den Freundeskreis ÖBG e.V. gründeten. Bis wenige Tage vor seinem Tod arbeitete er beinahe täglich in seinem Büro im ÖBG an diversen Manuskripten und unterstützte Studierende und WissenschaftlerInnen bei der Bestimmung von Moosen und Flechten. Wir alle, der Freundeskreis und die Mitarbeiter- Innen des Gartens, behalten Eduard Hertel in bester Erinnerung. GA

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Der Freundeskreis auf den Spuren der Bayreuther Wasserversorgung

Vierzehn Mitglieder des Freudeskreises ÖBG e.V. nahmen am 11. September an der Exkursion ins Fichtelgebirge teil. Spannendes konnten sie von Jürgen Kramer (Stadtwerke Bayreuth, dritter von links) über die  Trinkwassergewinnung am südlichen Ochsenkopf erfahren. Hier sammeln die Stadtwerke das Wasser von 70 Waldquellen, bereiten es mit ausgefeilter Technik aufwendig auf und leiten es nur durch das  natürliche Gefälle bis nach Bayreuth in das Trinkwassernetz. Weitere Themen einer kleinen Wanderung waren die Schäden am Wald und die Besichtigung einer Klimawaldfläche. Dort haben Studierende der
Uni Bayreuth im letzten Frühjahr in Kooperation mit dem ÖBG, den Stadtwerken und der Stadtförsterei eine größere Schadfläche mit Baumarten verjüngt, die hoffentlich dem Klimawandel standhalten. GA

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Aktuelles aus dem ÖBG - Team

Seit 1. Mai 2021 leitet Nino Herdjani die Freilandabteilung Amerika des ÖBG als Nachfolger unseres langjährigen Gärtnermeisters Norbert Wittmann, der Anfang des Jahres in den Ruhestand gegangen ist. Nino  Herdjani, gebürtiger Kölner, ist gelernter Staudengärtner und hat 2019 die Meisterprüfung abgelegt. Bis zu seinem Wechsel nach Oberfranken hat der 37-jährige in seinem Ausbildungsbetrieb in der Nähe von Freiburg im Breisgau, dem Kaiserstühler Staudenhof Menton, einer der größten Staudengärtnereien Süddeutschlands gearbeitet. Er bringt also  beste Voraussetzungen mit, die an Stauden extrem artenreichen nordamerikanischen Prärien und Wälder im ÖBG naturnah zu gestalten und zu pflegen. Mittlerweile schon mehr als zehn Jahre verstärkt Klaus Preuß jeweils im Sommerhalbjahr das Gartenteam des ÖBG. Der  mittlerweile 60jährige begann seine Tätigkeit im Frühjahr 2008 im Rahmen eines 1-Euro-Jobs. Seit 2004 ist er, immer von April bis  September, vom Freundeskreis ÖBG e.V. im Rahmen einer Eingliederungsmaßnahme als geringfügig Beschäftigter angestellt. Mit Freude, hoher Zuverlässigkeit und äußerst akribisch pflegt er bei jedem
Wetter in der Amerikaabteilung den Bachlauf und die Wege. Wir hoffen, dass er das noch weitere Jahre machen kann und will. GA

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Performative Kunst im Garten

Im Ökologisch-Botanischen Garten der Uni Bayreuth ist seit Ende September 2021 ein QR-Code-Pfad mit Videos der Künstlerin Elisabeth Kaiser begehbar. An sechs Stationen setzt sich die Künstlerin mit der Beziehung des Menschen mit seiner belebten Umwelt auseinander. In den Musikvideos performen die Künstlerinnen Elisabeth Kaiser und  Monika Golla gemeinsam mit, wie sie Kaiser bezeichnet, nicht-menschlichen Wesen des Ökologisch-Botanischen Gartens. JW

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Impressum GARTENMELDE, Ausgabe 2021/II

Herausgeber: Ökologisch-Botanischer Garten und Freundeskreis des ÖBG e.V., Universität Bayreuth, Universitätsstr. 30, 95447 Bayreuth
Redaktion & Layout: Jens Wagner
V.i.S.d.P.: Marianne Lauerer



Verantwortlich für die Redaktion: Jens Wagner

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