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Ökologisch-Botanischer Garten

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GARTENMELDE - Newsletter

GARTENMELDE heißt unsere zweimal jährlich erscheinende Infoschrift, weil sie Aktuelles aus dem Garten meldet. Ein kleines Wortspiel! Denn der Name steht auch für Atriplex hortensis, eine alte Kulturpflanze, die als Gemüse, Salat-, Heil- und Färbepflanze verwendet wird. Im Sommer wächst die Gartenmelde in unserem Nutzpflanzengarten!

Die GARTENMELDE liegt gedruckt zur kostenlosen Mitnahme unter anderem im ÖBG aus, wird an unsere Mitglieder im Freundeskreis ÖBG e.V. per Post versandt, steht als PDF-Download zur Verfügung und kann als Newsletter abonniert werden.

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Unsere Themen in der Ausgabe Nr. 1 / 2021:

Interessiert Dich die Bohne? Schwerpunkt Hülsenfrüchte 2021

Hülsenfrüchte sind auch 2021 der Schwerpunkt im ÖBG: Im Rahmen des zweijährigen Themas gibt es einen Informationspfad durch den Garten. Dieser führt von den tropischen Leguminosen, wie Gummi-Akazie, Erdnuss und Johannisbrot auf der Mediterranpflanzenfläche, über Vertreter dieser Familie im Freiland wie Robinie und Süßholz, bis in den Nutzgarten. Dort sind über 120 Arten und Sorten essbarer Hülsenfrüchte aus aller Welt aufgepflanzt. Alle vorgestellten Pflanzen sind mit Informationen zu ihrer Herkunft, Biologie und Verwendung versehen. Ein Flyer im Eingangsbereich informiert über ihre Standorte im ÖBG.
Öffentliche Veranstaltungen zum Thema sind am 16.06.21 um 17:30 Uhr (Tipps von den Gärtner*innen), am 07.07.21 um 16 Uhr (Kinderführung) und am 08.09.21 um 17:30 Uhr (Führung zu tropischen Hülsenfrüchten) geplant. Für Sonntag, 01.08.21, ist ein großer Aktionstag zum Thema „Interessiert Dich die Bohne? Hülsenfrüchte“ vorgesehen.

Kaffee - Kenias Segen oder Fluch? Die Perspektive der Kleinbauern

Kaffee ist in Europa Bestandteil unserer täglichen Routine. Dennoch wissen wir viel zu wenig über die Anbaubedingungen und die Menschen, die in diesen Anbau involviert sind. Eine Ausstellung im Ausstellungsraum des ÖBG vom Frühjahr bis Oktober 2021 gibt einen authentischen Einblick in die Welt der Kleinbauern und zeigt, welchen Blick diese auf den Welthandel haben und wie sie ihre Handlungsoptionen wahrnehmen. Die Ausstellung hat Julia Marx konzipiert, die im Rahmen eines halbjährigen Forschungsaufenthaltes in einem Kaffeehauptanbaugebiet in Kenia mit Kleinbauern zusammenlebte. So gewann sie tiefe Einblicke in deren Lebenswelt. Im Rahmen der Ausstellung bietet der ÖBG eine Kaffee-Tour und ein vielfältiges Programm. Die Tour zur Eigenerkundung portraitiert Pflanzen rund um Kaffeeanbau und -traditionen. Informationen zu Öffnungszeiten und Veranstaltungen finden Sie unter www.obg.uni-bayreuth.de.

Studentische Abschlussarbeiten und wissenschaftliche Publikationen

Im Jahr 2020 haben am ÖBG, betreut von seinen Wissenschaftler*innen, acht Bachelor- und acht Masterstudierende ihre Abschlussarbeiten fertig gestellt. Das Themenspektrum ist breit. Es wurden zoologische Studien zur Insekten- und Amphibienvielfalt im ÖBG durchgeführt sowie dendrologische Untersuchungen zur Eignung von Baumarten für den Wald von Morgen und zur Gehölzvielfalt. Zudem wurden Themen zur exotischen Lulo-Frucht und zur möglichen Invasivität der Silphie, die als Bioenergiepflanze ein hohes Potenzial hat, bearbeitet. Eine Auflistung aller studentischen Abschlussarbeiten findet sich auf unserer webseite.

Einige dieser Studien wurden in 2020 und 2021 bereits publiziert. Dazu gehören vier Publikationen in begutachteten, meist internationalen Journals sowie fünf deutschsprachige Beiträge in populärwissenschaftlichen Zeitschriften. Die Publikationen sind ebenfalls auf unserer webseite gelistet und die meisten von ihnen können im Original heruntergeladen werden.


ÖBG erhält Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“

Neben den vielfältigen Themenführungen im ÖBG werden seit 2017 auch zunehmend Projekte im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) angeboten. Themen wie Klimawandel, Biologische Vielfalt, Bodenschutz und Konsumverhalten werden interdisziplinär bearbeitet. Die Lernangebote kombinieren Naturerlebnis, Gruppenarbeit, Forschungsauftrag und BNE-Methoden. So werden Kinder und Jugendliche gleichermaßen für Wissenschaft und Natur begeistert. Sie erwerben Fähigkeiten für das Erkennen und Bewerten komplexer Zusammenhänge. Darüber hinaus wird das Entwickeln von Handlungsoptionen gefördert. Für diese Leistungen im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung wurde der ÖBG nun vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz als Partner des Netzwerks „Umweltbildung.Bayern“ mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet. Weitere Infos zum Umweltsiegel unter www.umweltbildung.bayern.de und zu unseren Bildungsangeboten auf www.obg.uni-bayreuth.de.

Lulo2020: Forschungsprojekt erfolgreich abgeschlossen

Die Lulo (Solanum quitoense) ist eine exotische Frucht aus den Anden Südamerikas, die auch bei uns im Gewächshaus kultiviert wird und fruchtet. Am ÖBG konnte nun das zweite Forschungsprojekt zu Biologie und Anbau der Lulo in Kooperation mit Uni internen und externen Partnern erfolgreich abgeschlossen werden. Hierbei konnte die Lulo hinsichtlich ihrer Morphologie, Phänologie, Fruchteigenschaften und ihres Fruchtertrags umfassend charakterisiert und neue Erkenntnisse u.a. zu den Fruchtfarbstoffen, gewonnen werden. Die Lulo wird in Lateinamerika mit verschiedenen Lokalvarietäten angebaut, von denen wir einige untersucht haben. Es ergaben sich z.T. deutliche Unterschiede in den o.g. Eigenschaften, die für den Anbau und die Züchtung verbesserter Sorten in Zukunft von internationaler Bedeutung sind. Ein Problem im Anbau der Lulo könnten Schädlinge wie Wollläuse sein. Eine Studie im Tropenhaus Klein-Eden in Kleintettau ergab, dass die Lulo in Mischkultur mit Papaya kultiviert werden kann. Maßnahmen zur Ertragssteigerung und zum Schädlingsmanagement sollten aber weiter untersucht werden. Das Projekt Lulo2020 lief von 2017-2020 und wurde aus Mitteln des Zweckvermögens des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert.

Klimaänderung macht nicht vor Spätfrost halt

Im Februar 2021 hatten wir einen kurzen, aber extremen Kälteeinbruch. Drei Nächte lang, vom 12.-14. Februar, sank in den frühen Morgenstunden die Lufttemperatur jeweils auf -20°C (siehe die Grafik), gefolgt von strahlendem Sonnenschein am Tag. Die Folgen waren zum Teil massive Schäden durch Frosttrocknis, da die intensive Spätwintersonne bei immergrünen Arten zum Wasserverlust (Transpiration) aus den Blättern führt, die Pflanze aber aus dem gefrorenen Boden kein Wasser aufnehmen kann. Insbesondere bei sehr seltenen unserer ostasiatischen Rhododendron-Arten (Bild), aber auch beim Küsten-Mammutbaum (Sequoia sempervirens) aus dem pazifischen Nordamerika waren bereits wenige Wochen nach dem Frostereignis die Schäden deutlich sichtbar.

Dieser extreme Kälteeinbruch zeigt ein zusätzliches Problem der Auswirkungen des Klimawandels: Insgesamt wird es zwar wärmer, extreme Winter- und Spätfröste werden aber nach wie vor auftreten. Für den Wald und unsere Gärten brauchen wir deshalb Pflanzenarten, die nicht nur größere Trockenheit und Hitze aushalten, sondern auch extremen Frost.

Veränderung im Freundeskreis

Im Freundeskreis ÖBG e.V. gab es eine personelle Veränderung: Die „gute Seele“ des Vereins, Inge Raps, hat Ende Februar 2021 die Geschäftsführung abgegeben. Wir danken ihr für das unermüdliche Engagement und hoffen, dass sie uns weiterhin bei den vielen Aufgaben und Aktivitäten des Vereins unterstützt! Dessen Geschäfte wird künftig die Geoökologin und Musiktherapeutin Veronika Burgmayer führen. Wir wünschen Ihr viel Erfolg und Freude bei der Arbeit. Foto: Veronika Burgmayer (links) und Inge Raps.

Aktuelles aus dem ÖBG - Team

Im September 2020 konnten zwei junge Auszubildende im ÖBG eingestellt werden. Wir begrüßen Janina Lanz und Barbara Linhardt im Team und wünschen beiden eine schöne und lehrreiche Ausbildungszeit.
In den Ruhestand verabschiedet hat sich unsere langjährige Gärtnermeisterin, Hella Donner-Heise, die für das Tropenhaus zuständig war. Frau Donner-Heise hat seit 1980, und damit zwei Jahre nach Gründung des Gartens, für den ÖBG gearbeitet! Ebenfalls in den Ruhestand ging unser Gärtnermeister Norbert Wittmann. Er war 31 Jahre am ÖBG tätig und für die Amerikaabteilung im  Freiland zuständig. Wir danken beiden für Ihren großen Einsatz für den ÖBG.            
Seit 1.12.2018 ist Dr. Jana Messinger für die öffentliche Bildung im ÖBG zuständig. Sie betreut das Team der Gartenführer*innen und entwickelt Umweltbildungsprojekte. Hier hat sie vor allem die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) am ÖBG etabliert. Nun wird sie für ein paar Monate in Elternzeit gehen. Ihre Vertretung übernimmt Judith Bieberich, die am ÖBG promoviert hat. Wir wünschen beiden eine gute Zeit in und mit ihren neuen Aufgaben.

Seit 1.12.2018 ist Dr. Jana Messinger für die öffentliche Bildung im ÖBG zuständig. Sie betreut das Team der Gartenführer*innen und entwickelt Umweltbildungsprojekte. Hier hat sie vor allem die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) am ÖBG etabliert. Nun wird sie für ein paar Monate in Elternzeit gehen. Ihre Vertretung übernimmt Judith Bieberich, die am ÖBG promoviert hat. Wir wünschen beiden eine gute Zeit in und mit ihren neuen Aufgaben.  

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Impressum GARTENMELDE, Ausgabe 2021/I

Herausgeber: Ökologisch-Botanischer Garten und Freundeskreis des ÖBG e.V., Universität Bayreuth, Universitätsstr. 30, 95447 Bayreuth
Redaktion & Layout: Jens Wagner
V.i.S.d.P.: Marianne Lauerer



Verantwortlich für die Redaktion: Jens Wagner

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