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Ökologisch-Botanischer Garten

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GARTENMELDE

Über unseren Newsletter verteilen wir einerseits unsere zwei Mal jährlich erscheinende GARTENMELDE sowie Kurzberichte zu aktuellen Aktivitäten im Ökologisch-Botanischen Garten.

GARTENMELDE heißt unsere zweimal jährlich erscheinende Infoschrift, weil sie Aktuelles aus dem Garten meldet. Ein kleines Wortspiel! Denn der Name steht auch für Atriplex hortensis, eine alte Kulturpflanze, die als Gemüse, Salat-, Heil- und Färbepflanze verwendet wird. Im Sommer wächst die Gartenmelde in unserem Nutzpflanzengarten!

Die GARTENMELDE liegt gedruckt zur kostenlosen Mitnahme unter anderem im ÖBG aus, wird an unsere Mitglieder im Freundeskreis ÖBG e.V. per Post versandt, steht als PDF-Download zur Verfügung und kann als Newsletter abonniert werden.

Sommer-Schwerpunkte 2022

Neue Wilde – Globalisierung in der Pflanzenwelt

Neophyten, invasive Arten, Neubürger, Exoten – was verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Welche Pflanzen sind neu in unserer Flora und wie sind sie hier her gekommen? Welche Rolle spielen dabei Botanische und private Gärten? Welche dieser neuen Arten machen bei uns oder andernorts Probleme? Brauchen wir in Zukunft angesichts des Klimawandels nicht vermehrt exotische Bäume in Stadt und Wald? Mit diesen Fragen und möglichen Antworten beschäftigt sich der ÖBG im Rahmen eines Schwerpunktes im Sommer 2022.

Die Ausstellung „Neue Wilde: Globalisierung in der Pflanzenwelt“ mit 14 Thementafeln erklärt alles Wissenswerte zu diesem hochaktuellen Thema. Sie wird vom 19. Juni bis 18. September 2022 im Überwinterungsgewächshaus gezeigt. Rund 30 Pflanzensteckbriefe stellen "Neue Wilde" im ÖBG vor. Ausstellungstafeln und Steckbriefe finden sich auch in einer Begleitbroschüre, die für € 8,00 im ÖBG erhältlich ist. Eine Führung zum Thema findet z.B. am Sonntag 4. September um 10 Uhr statt. Aktuelle Infos zum weiteren Rahmenprogramm werden nach und nach auf unserer Webseite eingestellt.

Unbekannte und seltene Gemüse und Salate im Nutzpflanzengarten

Spinat, Blumenkohl und Karotten hat jeder schon mal gekostet. Doch wie sieht es mit Gemüsen und Salaten wie Yacon, Mairübe, Malabarspinat, Fränkischer Brotzeitgurke oder dem Bamberger Spitzwirsing aus? Woher stammen diese Gemüsearten, welche Teile werden davon verwendet und wie schmecken sie? Im Schwerpunktbereich unseres Nutzpflanzengartens werden in dieser und in der nächsten Saison seltene, vergessene oder unbekannte Gemüse- und Salatsorten und –arten aufgepflanzt, eingeteilt nach Wildgemüse, regionalem Gemüse und unbekanntem oder vergessenem Gemüse (Knollen-, Wurzel-, Blatt-, Stängelgemüse und -salate, sowie Gemüse- und Salatfrüchte). Interessierte Besucher*innen können Spannendes und Informatives zu ihrer Geschichte und Herkunft, regionalen Traditionen, wertvollen Inhaltsstoffen und auch zu ihrer Verwendung auf Infotafeln nachlesen. Eine Führung zu diesem Thema findet am Mittwoch, den 27.7.22 um 17:30 Uhr statt.


Neues Bildungsprojekt zum Thema Wassernutzung im Klimawandel

Unser Klima ändert sich. Pflanzen aus den trocken-warmen Klimazonen der Erde haben zahlreiche Strategien entwickelt, um bei Hitze und Wassermangel wachsen zu können. Wie schaffen sie das und können wir uns davon etwas abschauen? Mit seinen vielen Pflanzenarten aus aller Welt und dem gärtnerischen Know-How ist der ÖBG der ideale Ort, dieser Frage im neuen Bildungsprojekt "Von Pflanzen lernen: Wasserstrategien im Klimawandel" nachzugehen. In Kooperation mit dem Forschungsprojekt AquaKlif aus dem Bayerischen Klimaforschungsnetzwerk setzen sich Jugendliche im ÖBG dabei aktiv mit verschiedenen Wasserfragen der Zukunft auseinander und diskutieren mögliche Lösungsansätze. Damit werden im ÖBG 2022 vier BNE-bezogene Bildungsprojekte angeboten, die unter obg@uni-bayreuth.de oder im Sekretariat gebucht werden können.

Informationen zum Projekt kompakt (PDF) >>>


 

Uferbefestigung erneuert - mit Zedernholz aus dem Garten!

Pflanzen der Küstendünen gedeihen im ÖBG am großen Teich. Die Holzkonstruktion zur Abgrenzung dieser Sandfläche am Teichufer ist nach rund 20 Jahren marode geworden und musste saniert werden. Aus Kosten- und Nachhaltigkeitsgründen, haben wir dafür kein teures Holz eingekauft, das für solche Zwecke meist von weit her nach Deutschland importiert wird. Wir haben stattdessen einige unserer vielen Libanon-Zedern gefällt, die ohnehin weichen mussten, da sie zu eng standen. Das Stammholz wurde von einem lokalen Sägewerk eingeschnitten und gleich danach am Ufer der Küstendüne verbaut. Das Holz der Zeder ist Untersuchungen zufolge im Außenbereich extrem dauerhaft, ähnlich wie das von Lärche oder Teak. Zusätzlich zur Uferbefestigung wurde auch der Holzbohlenweg durch die Düne erneuert.


Studentische Abschlussarbeiten und wissenschaftliche Publikationen aus dem ÖBG

Im Jahr 2021 haben am ÖBG, betreut von seinen Wissenschaftler*innen, fünf Bachelor- und Masterstudierende ihre Abschlussarbeiten fertig gestellt. An Eichen- und Ahorn-Arten im ÖBG wurde die Bedeutung exotischer Baumarten für die einheimischen Insekten untersucht und, in einer weiteren Arbeit, das Spontanvorkommen der Walnuss im Steigerwald. Zudem beschäftigten sich die Studierenden mit biodiversitätsrelevanten Baumstrukturen im Fichtelgebirge, mit der Strukturvielfalt im Kleinprivatwald und der Spontanverjüngung einheimischer und exotischer Baumarten im sog. Klimawald in Bayreuth. Eine Auflistung der fertiggestellten studentischen Abschlussarbeiten findet sich auf unserer Webseite.

Die Publikationen aus dem ÖBG sind ebenfalls auf unserer Webseite gelistet und die meisten von ihnen können im Original heruntergeladen werden. Es wurden vier Studien in begutachteten, internationalen Journalen publiziert, vier Aufsätze erschienen in Büchern und drei deutschsprachige Beiträge in populärwissenschaftlichen Zeitschriften. Zudem ist das Buch zur Ausstellung „Neue Wilde“ unter Mitwirkung des ÖBG entstanden.


Feldbotanik-Zertifikat im ÖBG

Artenkenntnis ist ein wichtiges Handwerkszeug in der Naturkunde, beim Kartieren und Bewerten von Arten, in der praktischen Naturschutzarbeit, in Land- und Forstwirtschaft und nicht zuletzt in der Wissenschaft. Mit dem BANU-Feldbotanik Zertifikat kann jede*r die erworbenen botanischen Artenkenntnisse nachweisen und belegen.
Am ÖBG der Universität Bayreuth und an der Hochschule Weihenstephan in Freising werden dieses Jahr erstmalig in Kooperation mit der ANL in Bayern Prüfungen zum Erlangen des BANU-Zertifikates Feldbotanik Bronze angeboten. Dem Bronze-Niveau liegen 200 Pflanzenarten zugrunde. Die Prüfung am ÖBG findet am Samstag, 23. Juli 2022, um 10 Uhr statt. Die Teilnehmerzahl an der Prüfung ist begrenzt und eine Anmeldung ist erforderlich.

Weitere Informationen>>>

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Veranstaltungen im April und Mai 

  • Sonntag, 03. April, 10 Uhr, Führung: "3x3=9 Wildkräuter für die Gründonnerstagssuppe"

  • Sonntag, 17. April, 14 Uhr, Führung: "Der ÖBG zum Kennenlernen: Allgemeine Gartenführung"

  • Freitag, 22. April, 16 Uhr, Führung: "Gesteine im Ökologisch-Botanischen Garten"

  • Sonntag, 24. April, 6 Uhr, Führung: "Den Sängern auf der Spur: Vogelstimmen im ÖBG (zusammen mit LBV)"

  • Mittwoch, 27. April, 12:15 Uhr, Kurzführung für Studierende und MitarbeiterInnen der Uni Bayreuth: "Botanische Mittagspause"

  • Sonntag, 1. Mai, 10 Uhr, Führung: „Slowflower: Nachhaltiges und Regionales für den Blumenstrauß“

  • Mittwoch, 4. Mai, 17:30 Uhr, Führung: „Abendführung: Alles neu macht der Mai“

  • Mittwoch, 11. Mai, 17:30 Uhr, Kurzführung: „Botanische Mittagspause“

  • Sonntag, 15. Mai, 14 Uhr, Führung: „Der ÖBG zum Kennenlernen: Allgemeine Gartenführung“

  • Mittwoch, 18. Mai, 17:30 Uhr, Führung: „Grüne Apotheke: Heilpflanzen

  • Mittwoch, 25. Mai, 12:15 Uhr, Kurzführung: „Botanische Mittagspause“

Alle öffentlichen Veranstaltungen im ÖBG >>>

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Impressum GARTENMELDE, Ausgabe 2022/I

Herausgeber: Ökologisch-Botanischer Garten und Freundeskreis des ÖBG e.V., Universität Bayreuth, Universitätsstr. 30, 95447 Bayreuth
Redaktion & Layout: Jens Wagner
V.i.S.d.P.: Elisabeth Obermaier



Verantwortlich für die Redaktion: Jens Wagner

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