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Ökologisch-Botanischer Garten

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Forschungsprojekte

Zweig mit Früchten der sehr seltenen, in der nördlichen Frankenalb endemischen Kordigast-Mehlbere (Sorbus cordigastenis).

Diversität und Ökologie der Gattung Sorbus (Mehl-, Vogel- und Elsbeere)

Projektleitung: PD Dr. Gregor Aas 

Die Gattung Sorbus ist aufgrund von Hybridisierung, Poyploidisierung und Apomixis (asexuelle Samenbildung) von sehr hoher Diversität. Dies gilt insbesondere für die nördliche Frankenalb, wo viele endemische und zum Teil in ihrem Bestand stark gefährdete Kleinarten vorkommen. Untersucht wird, welche Sippen bei uns vorkommen, ihre Ökologie und Populationsbiologie sowie das Ausmaß ihrer Bedrohung und die Möglichkeiten sie zu erhalten. 


Diversität und Ökologie der Gattung Salix (Weide)

Projektleitung: PD Dr. Gregor Aas 

Salix ist die artenreichste Gattung von Gehölzpflanzen in Mitteleuropa. Die morphologische, genetische und taxonomische Differenzierung vieler Arten der Gattung ist nur unzureichend verstanden, ebenso die Frage, welche Reproduktionsbarrieren zwischen vielen potenziell kompatiblen Weidenarten wirksam sind. Untersucht wird am ÖBG insbesondere die Reproduktionsbiologie ausgewählter Arten.


Verbreitung, Ökologie und Schutz des Wild-Apfels (Malus sylvestris)

Projektleitung: PD Dr. Gregor Aas 

Malus sylvestris ist eine sehr seltene einheimische Baumart, die durch Veränderung der Umwelt, aber auch durch Bastardierung mit dem Kultur-Apfel (Malus domestica) in ihrem Bestand gefährdet ist. Untersuchungen am ÖBG haben ergeben, dass in Oberfranken noch relativ viele „reine“ Wild-Äpfel vorkommen. Zukünftige Untersuchungen sollen zeigen, unter welchen ökologischen Bedingungen der Wild-Apfel bei uns konkurrenzfähig und in welchem Ausmaß er durch Genintrogression mit dem Kultur-Apfel gefährdet ist sowie welche Strategien nötig sind, um die noch vorhandenen Populationen zu erhalten und zu fördern.


Entnahme eines Bohrkerns bei einer Cedrus libani im ÖBG.

Baumarten für den Wald von morgen in Zeiten des Klimawandels 

Projektleitung: PD Dr. Gregor Aas 

Die Forstwirtschaft steht angesichts des Klimawandels vor der Herausforderung, dass zur Aufrechterhaltung wichtiger Waldfunktionen auf manchen Standorten in Mitteleuropa zukünftig auch der Anbau nicht einheimischer Baumarten in Betracht gezogen werden muss. In Frage dafür kommen solche Arten, die trotz Klimaerwärmung ausreichend gut wachsen und sich gut und ohne große Nachteile in unsere Waldökosysteme integrieren lassen. Am ÖBG laufen Untersuchungen zum Wachstum und zur Populationsbiologie mit ausgewählten nicht heimischen Modellarten (z.B. der Libanon-Zeder, Cedrus libani).


Mulmhöhle im Steigerwald.

Diversität und Ökologie von Arthropoden in Totholz in bewirtschafteten Wäldern

Projektleitung: PD Dr. Elisabeth ObermaierProf. Dr. Heike Feldhaar, Projektbearbeiter: Bastian Schauer, Doktorand ÖBG, TÖK I

Die Diversität von Arthropodengemeinschaften in Totholz wird in Zusammenhang mit der Habitatqualität, mikro- und makroklimatischen Faktoren, Totholzvorrat und Waldstruktur untersucht um eine bestmögliche Anreicherung und Verteilung von Totholz bzw. Höhlenbäumen im Wald durch die Forstwirtschaft zu gewährleisten und Einblicke in Mechanismen der Zusammensetzung dieser Artengemeinschaften zu gewinnen. Ein aktuelles Promotionsprojekt des ÖBG zusammen mit Prof. Heike Feldhaar (Tierökologie I) untersucht die Nahrungsbeziehungen und Ausbreitungsdistanzen von Mulmhöhlenarthropoden im nördlichen Steigerwald (L 56, Kuratoriumsprojekt, LWF).


Wildapfel Malus sylvestris im ÖBG.

Diversität und multitrophische Interaktionen von Insekten an Kulturapfelsorten und am Wildapfel (Malus sylvestris)

Projektleitung: PD Dr. Elisabeth Obermaier

Verschiedene Gruppen herbivorer Insekten, die potentielle Schädlinge im Obstanbau darstellen (z.B. Apfelblütenstecher, Blattläuse, etc.) und ihre natürlichen Gegenspieler, werden bezüglich ihrer Präferenzen von bestimmte Baumeigenschaften an verschiedenen Kulturapfelsorten und Wildapfelgenotypen (Malus sylvestris, Malus siversii) untersucht. Ziel ist es relevante Baumeigenschaften für Resistenzzüchtungen für einen zukünftigen nachhaltigen Obstanbau zu identifizieren.


Projekt Klein Eden Ökologisch-Botanischer Garten Universität Bayreuth

Exotische Lulo-Frucht - Projekt „Lulo2020“

Projektleitung: Dr. Marianne Lauerer, Projektbearbeitung: Jana Messinger, Doktorandin am ÖBG

Die Lulo (Solanum quitoense) ist eine exotische, in Deutschland noch weitgehend unbekannte Tropenfrucht aus Südamerika. Untersuchungen am ÖBG haben gezeigt, dass sich in Deutschland im Gewächshaus ganzjährig diese exotischen Früchte produzieren lassen und bei Verbrauchern aufgrund ihrer sensorischen Eigenschaften Gefallen finden. Im Rahmen des im Oktober 2017 gestarteten Projektes „Lulo2020“ werden aktuell mehrere verschiedene Lulo-Herkünfte aus Mittel- und Südamerika phänotypisch charakterisiert, ihr Ertrag quantifiziert und ihre Fruchteigenschaften analysiert, inkl. ernährungsphysiologisch relevanter Inhaltsstoffe. Zudem werden geeignete Anbaumethoden getestet und mögliche phytomedizinisch relevante Schadorganismen an der Lulo erfasst. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Zweckvermögens des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank.


Forschung im Ökologisch-Botanischen Garten Universität Bayreuth

Invasive Arten - Untersuchungen zum Himalaya-Springkraut

Projektleitung: Dr. Marianne Lauerer, Prof. Dr. Heike Feldhaar, Projektbearbeitung: Judith Bieberich, Doktorandin am ÖBG

Das Himalaya-Springkraut (Impatiens glandulifera) gilt in Deutschland als potenziell invasiv. Obwohl es bei uns häufig spontan vorkommt, ist noch nicht ganz geklärt, ob und in wieweit es ökosystemare Veränderungen bedingt und Einfluss auf den Rückgang oder die Veränderung der Biodiversität nimmt. In Feldstudien und experimentellen Studien wird daher zusammen mit dem Lehrstuhl Tierökologie I der Universität Bayreuth untersucht, ob und wie sich Vitalität und Zusammensetzung der einheimischen Artengemeinschaft in Anwesenheit des exotischen Springkrautes verändern, bedingt durch Konkurrenz und/oder allelopathisches Potenzial.


Invasive Arten - Untersuchungen zur Becherpflanze

Projektleitung: Dr. Marianne Lauerer, Projektbearbeitung im Rahmen studentischer Abschlussarbeiten

Die Silphie oder Becherpflanze genannt (Silphium perfoliatum) stammt aus den Prärien Nordamerikas und ist eine vielversprechende Energiepflanze, die anstelle von Mais zunehmend auf unseren Äckern angebaut wird. Sie hat viele Vorteile gegenüber dem Mais (viele Insekten als Blütenbesucher, mehrjährige Kultur, weniger Nitrat-Auswaschung..), aber über ihr Ausbreitungs- oder invasives Potenzial ist bislang noch wenig bekannt. Auch weiß man wenig über ihre Standortansprüche, bezüglich der Bodenfeuchte und der Beschattung. In Feld- und experimentellen Studien werden solche Fragestellungen am ÖBG untersucht.


Verantwortlich für die Redaktion: Jens Wagner

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