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Ökologisch-Botanischer Garten

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Vortrag | Kaffee-Vielfalt bewahren: Internationale Erhaltungssammlung Wilhelma

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 19 Uhr
Online-Vortrag mit Björn Schäfer

Die Wilhelma in Stuttgart berherbt mehr als 60 Kaffeearten und Varietäten. Damit gehört sie zu den renomierten Schutzsammlungen weltweit.

Der Online-Vortrag am Donnerstag, 14. Oktober 2021, mit Dr. Björn Schäfer, Leiter des Fachbereichs Botanik im Zoologisch-Botanischen Garten Wilhelma, beginnt um 19 Uhr.

Der Vortrag findet live über das Videokonferenzprogramm Zoom statt und dauert ca. 45 Minuten. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Link zum Vortrag (via Zoom):

Auszug aus einer Veröffentlichung zum Sammlungsprojekt der Wilhelma:

Hintergrund ist, dass von den über 100 bekannten Arten von Kaffeepflanzen überhaupt nur drei in großem Stil wirtschaftlich genutzt werden: Die Coffea canephora (bekannt als Robusta) gilt als Massenprodukt, die Coffea arabica als edle Variante. Die dritte im Einsatz, Coffea liberica, trägt an hohen Bäumen relativ wenig Früchte, weshalb ihre Nutzung wirtschaftlich weniger attraktiv ist. Aber auch aus diesen drei Arten haben Züchter über 500 Jahre eine Vielfalt an Varietäten hervorgebracht. „Diese Varietäten unterscheiden sich nicht nur in Aussehen und Geschmack“, erklärt Dr. Björn Schäfer, Leiter des Fachbereichs Botanik in der Wilhelma, „sie haben individuelle Eigenschaften entwickelt, die es ihnen erlauben, mit jeweils unterschiedlichen Böden, Klimabedingungen sowie schädlichen Pilzen, Viren oder Bakterien klarzukommen.“ Die Wetterextreme nehmen zu und einzelne Schädlingsarten können eine Monokultur komplett vernichten. Bei der wichtigsten Bananensorte „Cavendish“ kommt es zum Beispiel durch einen Schadpilz weltweit zu einem Absterben, weil überall nur genetische Klone angebaut werden, die dem Erreger gegenüber wehrlos sind. „Deshalb ist es entscheidend, Kaffeepflanzen mit vielseitigen Abwehrkräften für künftige Generationen zu bewahren“, so Schäfer. Daher erhält die Wilhelma die Varietäten außerhalb der natürlichen Anbaugebiete, für den Fall, dass in deren natürlichen Herkunftsräumen Naturkatastrophen wie Hochwasser, Dürre, Brände oder Epidemien von Pflanzenkrankheiten das gesamte Vorkommen ausradieren sollten.

Verantwortlich für die Redaktion: Jens Wagner

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