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Ökologisch-Botanischer Garten

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NEWSLETTER

Über unseren Newsletter verteilen wir einerseits unsere zwei Mal jährlich erscheinende GARTENMELDE sowie Kurzberichte zu aktuellen Aktivitäten im Ökologisch-Botanische Garten.

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GARTENMELDE – unser Periodikum


GARTENMELDE heißt unsere zweimal jährlich erscheinende Infoschrift, weil sie Aktuelles aus dem Garten meldet. Ein kleines Wortspiel! Denn der Name steht auch für Atriplex hortensis, eine alte Kulturpflanze, die als Gemüse, Salat-, Heil- und Färbepflanze verwendet wird. Im Sommer wächst die Gartenmelde in unserem Nutzpflanzengarten!

Die GARTENMELDE liegt gedruckt zur kostenlosen Mitnahme unter anderem im ÖBG aus, wird an unsere Mitglieder im Freundeskreis ÖBG e.V. per Post versandt, steht als PDF-Download zur Verfügung, kann online gelesen und als Newsletter abonniert werden.


AKTUELLES im ÖBG - Newsletter


  • Hereinspaziert! Eröffnung des Süd-Eingangs zum ÖBG

Neue Wege gehen - das ist nun im Ökologisch-Botanischen Garten möglich. Nun ist in „Bayreuths Grünem Süden“ ein Rundweg vom Tierpark Röhrensee über den Botanischen Garten und den Stadtteil Birken möglich. Universität und Stadt Bayreuth sind dadurch weiter zusammengewachsen und das Naherholungsgebiet im Bayreuther Süden ist zusätzlich aufgewertet.

Bereits 2020 wurde hier von städtischer Seite der „Weg der Artenvielfalt“ angelegt, der Verbindungsweg zum neuen Eingang gestaltet und eine neue Toranlage errichtet. Insgesamt wurden in diese Maßnahme seitens der Stadt rund 65.000 Euro investiert. Die Universität Bayreuth investierte ihrerseits rund 40.000 Euro in die Erschließungswege auf dem Gelände des Ökologisch-Botanischen Gartens. Der neue Weg führt zunächst vorbei an einem ausgedehnten, naturnahen Feuchtgebiet, an wissenschaftlichen Freilandversuchsflächen und führt auf bekannten Wegen hin zum Nutzpflanzengarten oder in die pflanzengeographische Abteilung des ÖBG.

Über den neu eröffneten Südeingang kann der Ökologisch-Botanische Garten im Rahmen der regulären Öffnungszeiten betreten und verlassen werden (Mo-Fr: 8-19 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertage: 10-19 Uhr).


  • Pflanze des Monats: Indigostrauch

Die wichtigste Indigo liefernde Pflanze ist der Indigostrauch (Indigofera tinctoria). Seine Heimat liegt im subtropischen Afrika, Indien und China. Der Indigostrauch wird seit der Antike in Indien kultiviert. Der wertvolle, tief blaue Farbstoff ist mit 0,2-0,8 % in den Blättern des Strauches
enthalten. Er ist Wasser löslich, liegt in der Pflanze zunächst farblos vor und wird in einem aufwändigen Prozess gewonnen. Heute wird der Indigofarbstoff synthetisch hergestellt. 1878 gelang dem deutschen Chemiker Adolf von Baeyer erstmals die vollsynthetische Herstellung von Indigo.

Indigo-Farbstoff
Indigo ist der Farbstoff, der für die Jeans Geschichte schrieb! Es ist eine tiefblaue, kristalline,
organisch-chemische Verbindung mit hoher Farbstärke. Indigo war und ist eines der am
häufigsten verwendeten Farbmittel seit dem Altertum. Nachweislich wurde damit bereits
2500 v. Chr. in Ägypten gefärbt. Vor dem Beginn der synthetischen Herstellung wurde Indigo
aus verschiedenen Indigo haltigen Pflanzen gewonnen. In Europa wurde bis ins 17. Jahrhundert der Färberwaid (Isatis tinctoria) zum Blaufärben verwendet. In Asien und Südamerika nutzte man Indigofera-Arten, in Nordamerika den Bastardindigo (Amorpha fruticosa) und in Japan z.B. den Färber-Knöterich (Polygonum tinctorium).

Infos zu Indigo kompakt als PDF.


  • Blüten auf den Kanaren - Auf Streifzug im Nebelwaldhaus

Im Nebelwaldhaus des ÖBG ist die Vegetation der Bergwälder der Kanarischen Inseln zu erleben. In dieser Bergwaldstufe ist es ganzjährig kühl und feucht, da sich die Passatwolken ganzjährig an den Gebirgen stauen. Das Nebelwaldhaus des ÖBG ist im Übrigen neben dem Gewächshaus für tropische Hochgebirgspflanzen das einzige, das sich im Sommer leicht kühlen lässt. Folgende Pflanzen blühen aktuell:


  • Sechs Meisenarten und die Schwanzmeise als Brutvögel im ÖBG

Alle in Oberfranken heimischen sechs Meisenarten können im Ökologisch-Botanischen Garten beobachtet werden. Strukturreiche Gehölzbestände und stehendes Totholz begünstigen hier ihr Vorkommen. Die seltene Haubenmeise (Foto rechts) hackt ihre Nisthöhle selbst in morsches stehendes Totholz. Kohl- (Foto links) und Blaumeise nisten im ÖBG häufig in den eigens dafür aufgehängten Nistkästen oder in vorhandenen Baumhöhlen. Sumpf-, Tannen- und Weidenmeise benötigen ebenfalls eine Nisthöhle, welche entweder selbst gehackt (Weidenmeise), vorhanden und ggf. erweitert (Sumpfmeise), oder z.B. in den Wurzeltellern umgestürzter Bäume (Tannenmeise) angelegt sein kann. Letztere drei Arten haben eine schwarze Kappe und sind vor allem anhand ihres Rufs zu unterscheiden.

Die Schwanzmeise ist keine „echte“ Meise. Ihr eiförmiges Nest baut sie aus Flechten, Moos, Pflanzenwolle und Federn (Foto Mitte). Gern turnt sie auf der Suche nach Insekten auf den äußersten Spitzen der Zweige durchs Geäst - ihr langer Schwanz hilft ihr beim Ausbalancieren. Auch sie nistet derzeit im ÖBG in einem gut mit Flechten getarnten Nest. Alle Meisenarten ernähren sich vorwiegend von Insekten und, je nach Jahreszeit und Verfügbarkeit, von Samen, die sie im extensiv gepflegten Botanischen Garten mit seiner Lebensraum- und Pflanzenvielfalt reichlich finden.


  • Gärtnerische Arbeiten

Die Frosttage sind vorbei und die gärtnerische Hochsaison ist in vollem Gange.

Im Nutzpflanzengarten wurden die Bohnen gesteckt und im Gewächshaus vorgezogene Pflanzen ausgebracht (Foto links). Alljährlich werden etwa 600 verschiedene Arten und Sorten im Nutzgarten gesät, gepflanzt und gezeigt. In diesem Jahr stehen, wie im vergangenen, wieder die Hülsenfrüchte im Fokus.

Neu im Nutzpflanzengarten ist ein Hochbeet. Es wurde im April dieses Jahres erbaut (Foto Mitte) und wird nun mit Radieschen und Salat bestückt. Aber auch der kleine Butternutbaby-Kürbis (Cucurbita moschata), die kleine Zucchini-Sorte ‚Easypick Green‘ (Cucurbita pepo) und die ‚Fränkische Brotzeitgurke‘ (Cucumis sativus), eine regionale Rarität, werden dort ihren Platz finden.

Wie in jedem Jahr freuen wir uns darauf, dass die Kübelpflanzen in ihre Sommerfrische ins Freie auf die sogenannte Sandfläche gebracht werden (Foto rechts). Maschinen und Muskelkraft bewerkstelligen diese Aufgabe. So können die subtropischen und mediterranen Pflanzen dem Schädlingsdruck im Gewächshaus entfliehen und in der vollen Sonne kräftig gedeihen.


  • Veranstaltungen im Juni

Bitte beachten: Eine Teilnahme an unseren Veranstaltungen ist derzeit nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Die Online-Anmeldung wird ca. zwei Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung freigeschaltet.

Gerne können Sie auch wieder Führungen für Gruppen bis 20 Personen bei uns buchen. Nehmen Sie Kontakt auf mit Heike Schwarzer im Sekretariat (0921 552961 oder obg@uni-bayreuth.de)


Verantwortlich für die Redaktion: Jens Wagner

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