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Ökologisch-Botanischer Garten

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Über unseren Newsletter verteilen wir einerseits unsere zwei Mal jährlich erscheinende GARTENMELDE sowie Kurzberichte zu aktuellen Aktivitäten im Ökologisch-Botanischen Garten.

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AKTUELLES im ÖBG - Newsletter August & September



  • Abendöffnung mit Führungen am Becken für tropische Wasserpflanzen


Der ÖBG lockt gerade mit prächtiger Prärie, vielfältigem Nutzpflanzengarten, einzigartigen mediterranen und subtropischen Kübelpflanzen in der Sommerfrische und Vielem mehr. Auch das Becken für tropische Wasserpflanzen, mit blühendem Lotus und der Victoria-Riesenseerose, ist derzeit ein Highlight.

Deshalb öffnen wir die Gartentore am Mittwoch, 3. August 2022, bis 21 Uhr. So kann man das Freigelände bis in die Abendstunden genießen. Unsere Riesenseerose, Victoria cruziana, bildet derzeit immer wieder Blüten. Daher werden wir an diesem Abend von 18 bis 21 Uhr kontinuierlich Kurzführungen am Victoriabecken (Becken für tropische Wasserpflanzen) geben und Botanisches, Nützliches und Geschichten zu Riesenseerose, Lotusblume, Papyrus, Wasserhyazinthe und den anderen Pflanzen erzählen. Ob die Victoria, deren Blüten immer nur zwei Abende geöffnet sind, an diesem Abend aufblüht, lässt sich nicht vorhersagen. Lassen wir uns überraschen!


  • Führung und Projekt: Sparsamer Umgang mit Wasser


"Garten im Klimawandel: Mit knappem Wasser umgehen" - Führung im Ökologisch-Botanischen Garten
Übersicht Witterung im ÖBG im Jahresverlauf

Bislang sind der Sommer und das laufende Jahr in Oberfranken und deutschlandweit wieder sehr trocken und warm. Wie die aktuellen Messwerte der Wetterstation im ÖBG zeigen, hatten die Monate Mai und Juni nur 23 bzw. 27 % des langjährigen Niederschlages bei gleichzeitig deutlich höheren Monatsmitteltemperaturen.
Wasser wird also zunehmend zu einem knappen und wertvollen Gut und muss klug genutzt werden. Doch wie können wir in der Stadt und im Garten unsere Anpflanzungen möglichst sparsam bewässern? Welche Möglichkeiten der Wasserspeicherung gibt es? Und welche Pflanzenarten kommen bei uns mit wenig Wasser aus?
Diese und weitere Fragen werden bei der nächsten Sonntagsführung am 07. August 2022 thematisiert. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr am Haupteingang des ÖBG.
 
In diesem Jahr wurde erstmals ein neues, vom Bayerischen Umweltministerium gefördertes Bildungsprojekt zu diesem Thema umgesetzt: „Von Pflanzen lernen: Wasserstrategien im Klimawandel“. Es kann gerne für Gruppen und Schulklassen gebucht werden.
Faltblatt zum Wasserprojekt als PDF>>>

Weiterführende Informationen

  • Der ÖBG betreibt zusammen mit dem Lehrstuhl Mikrometeorologie und dem Bayreuther Zentrum für Ökologie und Umweltforschung (BayCEER) eine Klimastation. Hier sehen Sie die Übersicht über die vergangenen Tage in einer fünftägigen und einer Dreißig-Tage-Rückschau. Zur Klimastatistik dieses Jahres gelangen Sie hier.
  • Das Helmholtz - Zentrum für Umweltforschung betreibt den Dürremonitor Deutschland. Hier wird die Wasserverteilung in unterschiedlichen Bodentiefen deutlich.
  • Im Niedrichwasser-Index des Niedrigwasser-Informationsdienstes Bayern sind die Wasserstände der Bayerischen Flüsse und Seen sowie die Schüttungen der Quellen sichtbar.
  • Wie der UFZ - Dürremonitor funktioniert, beschreibt dieser Artikel, erschienen beim Redaktionsnetzwerk Deutschland
  • Wie sich Wasser im Garten sparen lässt, können Sie auch hier erfahren.
Prärie im Ökologisch-Botanischen Garten

  • Veranstaltungen im August und September im ÖBG - Entdecken Sie unsere Sommer-Schwerpunkte!


Schwerpunkte im Ökologisch-Botanischen Garten

Am Mittwoch, 10. August, werden unter dem Titel „Mal was Anderes! Seltene Gemüse und Salate“ im Nutzpflanzengarten einige interessante Beispielpflanzen von Knollen-, Wurzel-, Blatt- und Stängelgemüse sowie Salaten aus der ganzen Welt und ganz regional aus Franken vorgestellt. Dabei geht es nicht nur um die Biologie, sondern auch um Geschichte und Herkunft der Pflanzen, ihre Verwendung und lokale Traditionen. Die Führung beginnt um 17:30 Uhr am Haupteingang des ÖBG.


Die Führung „Neophyten: Neubürger in unserer Pflanzenwelt“ am Sonntag, 4. September um 10 Uhr, gibt Einblick in das hoch aktuelle und kontrovers diskutierte Thema der biologischen Invasionen. Neophyten, invasive Arten, Neubürger, Exoten – was verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Welche Pflanzen sind neu in unserer Flora und wie sind sie hierhergekommen? Welche dieser neuen Arten machen bei uns oder andernorts Probleme?  Diese und ähnliche Fragen werden in der Führung beantwortet und einige dieser Pflanzen vorgestellt. Treffpunkt zu dieser Sonntagsführung ist der Haupteingang des Gartens.
Gerne  können Sie Führungen zu diesen und weiteren Themen auch buchen! Informationen zur Buchung von Führungen und Projekten >>>

Entdecken Sie auch unsere weiteren Führungen u.a. zu den Themen Wassersparen im eigenen Garten (s.o.), der Welt der einheimischen Sträucher, von Pflanzen der Küste und Heide bis hin zu Heilkräutern und Allgemeinen Gartenführungen. Zur Übersicht >>>


  • Heimisches Superfood: Die Himbeere ist die Pflanze des Monats


Superfood Himbeere - Pflanze des Monats im ÖBG

Die wilde Himbeere, Rubus idaeus, Familie Rosaceae, ist die Pflanze des Monats August im ÖBG. Sie ist bereits seit dem Altertum als Obstpflanze bekannt. Inhaltsstoffe wie  Vitamin C und Kalium, sowie die Polyphenole Elagsäure und Anthocyanidine, entfalten eine äußerst positive gesundheitliche Wirkung. Letztere sind für die Farbe der Früchte verantwortlich und haben ein hohes antioxidatives Potential. Damit spielt die Himbeere, wie auch Cranberry, Erd-, Heidel- und Brombeere, eine wichtige Rolle in der Krebsprophylaxe.

Die wilde Himbeere ist im gemäßigten bis borealen Europa und Westsibirien weit verbreitet, in der mediterranen Zone vor allem im Gebirge. Sie tritt als Waldpionier auf Kahlflächen und Waldlichtungen auf. Die aufrechten Sprossachsen werden alljährlich aus dem Rhizom neu gebildet. Die Frucht ist eine Sammelsteinfrucht.
   
Für den Anbau gibt es zahlreiche Sorten. Man unterscheidet zwischen einmaltragenden „Sommerhimbeeren“ und „Herbsthimbeeren“ mit einer zweiten Ernte. Himbeeren benötigen eine ausreichende Wasserversorgung. Eine Abdeckung mit Mulchmaterial wird empfohlen.


  • Pflanzenkenntnis zertifizieren


 

Rückblick zur Zertifikatsprüfung "Feldbotanik"


Artenkenntnisse sind das A und O für eine erfolgreiche und nachhaltige Naturschutzarbeit, den Erhalt der Artenvielfalt sowie ein spannendes und interessantes Hobby für Jede*n. Daher hat der „Bundesweite Arbeitskreis der staatlich getragenen Umweltbildungsstätten im Natur- und Umweltschutz” (BANU) ein deutschlandweit gültiges Zertifizierungssystem erarbeitet, das vergleichbar ist und einen transparenten, hohen Standard der Artenkenntnis definiert.

In Bayern – initiiert von der ANL (Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege) in Laufen – führten wir am Samstag den 23. Juli 2022 im Ökologisch-Botanischen Garten erstmals die Prüfung zum Feldbotanik Zertifikat für das Bronze-Level durch. Insgesamt haben 62 Personen an der Prüfung teilgenommen. Eine erfreulich und überraschend hohe Zahl, so dass die Prüfung in drei Gruppen über den Tag verteilt durchgeführt werden musste.

Mit dem BANU-Feldbotanik Zertifikat Bronze wird die Kenntnisse von 200 wild wachsenden Pflanzenarten nachgewiesen. In der Prüfung wurden 20 zufällig ausgewählte Arten geprüft. Der korrekte deutsche oder wissenschaftliche Name musste mit der dazugehörigen Familie angegeben werden.

Die Planung und Durchführung der Prüfung wurde zusammen mit dem BayCEER realisiert. Es war auch für die Organisatoren ein ereignisreicher, schöner und erfolgreicher Tag! Nähere Infos zur Zertifizierung finden Sie auf der webseite des Bayreuther Zentrum für Ökologie und Umweltforschung (BayCEER).  Auf dieser Webseite halten wir Sie auch in Zukunft auf dem Laufenden.

Rückblick zur Zertifikatsprüfung "Feldbotanik"

  • Interview mit Laura Lachenicht zu ihrer Forschung an Eiben


Vorstellung der Forschungsarbeit von Laura Lachenicht


Laura studiert Master Biodiversität und Ökologie an der Universität Bayreuth und schreibt ihre Abschlussarbeit am Ökologisch-Botanischen Garten. Betreut wird sie dabei von Gregor Aas.
Laura forscht zu Eiben (Taxus). In unseren Gärten und Parks sind neben der Europäischen Eibe (Taxus baccata) auch die Japanische Eibe (Taxus cuspidata) und Hybriden beider Arten (Taxus × media) beliebte Ziergehölze. Immer häufiger kann man nun in den letzten Jahren beobachten, dass in Parkanlagen, in Hecken und in Wäldern Eiben verwildern, wahrscheinlich, weil Vögel die Samen dorthin transportieren.
Laura verfolgt in ihrer Arbeit zwei Ziele. Zum einen will sie morphologische Merkmale identifizieren, ob und wie sich die sehr ähnliche Europäische und Japanische Eibe sicher unterscheiden lassen. Zum anderen soll ermittelt werden, wie stark Eiben im Raum Bayreuth verwildern und von welchen Faktoren dies abhängt.

Wir haben Laura gefragt, wie sie auf das Thema der Abschlussarbeit gekommen ist.
Laura: Ich hatte bei Gregor Aas mehrere Kurse belegt und ihn dann wegen einer Abschlussarbeit angesprochen. Er hat mir das Thema vorgeschlagen. Spannend daran finde ich, dass untersucht werden soll, ob die Eibe durch Verwilderung aus Kultur sich in unseren Wäldern etablieren kann, wo sie eigentlich von Natur aus selten ist oder ganz fehlt.
Ich habe mich zuerst in das Thema eingelesen und festgestellt, dass diese Baumart eine interessante Kulturgeschichte hat. Die Eibe wächst sehr langsam, hat aber ein hartes und doch elastisches Holz. Im Mittelalter wurde es vor allem zum Bau von Bögen und Armbrüsten verwendet, aber auch für Holzbauten im und am Wasser. Die dadurch bedingte Übernutzung der Eibe hat dazu geführt, dass es in Mitteleuropa nur noch wenige größere natürliche Bestände dieser schönen Baumart gibt. Sie steht deshalb auf der Roten Liste gefährdeter Pflanzenarten.

Wie bist du auf Bayreuth als Studienort gekommen?
Laura: Ich habe in Bielefeld den Bachelor Biologie mit ökologischer Ausrichtung studiert. Im Master wollte ich vertieft Ökologie studieren und habe mich in Greifswald, Münster und Bayreuth beworben. Von Bayreuth kam als erstes eine Zusage.

Wie gefällt dir die Uni und das Stadtleben?
Laura: Sehr gut! Bielefeld ist zwar die größere Stadt und bietet mehr, Bayreuth jedoch ist übersichtlicher und man kann alles per Fahrrad erledigen. Auch der Campus ist klasse. Ich habe mich schnell eingelebt und Freundschaften geschlossen. Dafür war die Kennenlern-Veranstaltung zu Beginn gut. Glücklicherweise habe ich noch im Jahr vor Corona begonnen zu studieren, so dass ich schon Fuß gefasst hatte bevor der Lockdown das Leben am Campus lahmlegte.
Im Bachelor hatte ich eher eine chemische Ausrichtung und war viel im Labor. In Bayreuth habe ich dann festgestellt, dass mir das Arbeiten im Freiland mehr Spaß macht.


  • Midissage zur Ausstellung "Natur und Kunst" von Christel Gollner

Blick in die Ausstellung von Christel Gollner im ÖBG

Midissage, Sonntag, 4. September 2022, 11:30 Uhr

Die Ausstellung von Christel Gollner ist zwar noch bis Ende Oktober zu sehen, doch zur Halbzeit lädt die Künstlerin Christel Gollner zur Midissage in die Ausstellungshalle des Ökologisch-Botanischen Gartens der Uni Bayreuth ein.

Dies ist eine vortreffliche Möglichkeit mit der Künstlerin ins Gespärch zu kommen und sich über Kunst, Kunsterfahrungen und Techniken auszutauschen. Die Midissage beginnt um 11:30 Uhr im Anschluss an die Führung "Neophyten: Neubürger in unserer Pflanzenwelt", die bereist um 10 Uhr am Haupteingang startet.

Die Ausstellung im Gewächshauskomplex des Ökologisch-Botanischen Gartens ist bis zum 30. Oktober zu sehen und kann Montag bis Freitag, 10 bis 15 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 16 Uhr besucht werden.

Kontakt zur Künstlerin: www.christelgollner.de


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Verantwortlich für die Redaktion: Jens Wagner

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