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Ökologisch-Botanischer Garten

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Über unseren Newsletter verteilen wir einerseits unsere zwei Mal jährlich erscheinende GARTENMELDE sowie Kurzberichte zu aktuellen Aktivitäten im Ökologisch-Botanischen Garten.

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AKTUELLES im Februar & März


Veranstaltungen

 


  • Sonntagsführung im Februar zu Pflanzen im Gin


Führung im Ökologisch-Botanischen Garten zu Pflanzen im Gin

Gin liegt voll im Trend. Ein Grund sind die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten, die man im Zusammenspiel mit sowohl bitteren, würzigen als auch fruchtigen Aromen erhalten kann. Die Pflanzenzutaten, die für die Herstellung eines Gin mazeriert werden, werden als Botanicals bezeichnet.

Bei der öffentlichen Gartenführung am Sonntag, 05.02.2023 um 10 Uhr stellen wir einige Pflanzen vor, die weit verbreitete, aber auch ausgefallene Botanicals liefern, wie z.B. Kaffir-Limette, Iriswurzel oder Baobab-Samen und natürlich den Wacholder, den Hauptbestandteil des Gin. Besucher erfahren außerdem viel Wissenswertes über Gin ganz allgemein.

Treffpunkt für die Führung „Gin: Diese Pflanzen stecken drin“ ist der Haupteingang des Ökologisch-Botanischen Gartens auf dem Uni-Campus. Die Teilnahme ist kostenlos. JM

 


  • Faszination Natur - Eröffnung der Gemeinschaftsausstellung


Eine begeisterte Gruppe von Zeichnerinnen und Malerinnen aus Bayreuth, Immenreuth und Hof präsentiert eine Auswahl ihres Könnens. Freuen Sie sich auf Aquarelle, Acrylmalereien, Bleistiftzeichnungen, Dotworks und Skizzen von Leslie Bocker, Angela Danner, Carina Irlbacher, Susanne Jampen, Jutta Leonhard und Barbara Wißling. Die Kunstschaffenden eint die Faszination für die Natur, die ihnen – besonders auch im Ökologisch-Botanischen Garten der Universität Bayreuth – eine ständige Inspirationsquelle ist. Die Ausstellung im Ausstellungsraum des ÖBG ist bis zum 22. März 2023 zu sehen. AD

Ausstellungseröffnung: Sonntag, 5. Februar, 11:30 Uhr

 

 


  • Vortrag zu Neophyten und unseren Vorstellungen von Natur


Vortrag von Uta Eser auf Einladung des Ökologisch-Botanischen Gartens

Am Sonntag 12. Februar 2023 um 16:00 Uhr lädt der ÖBG zu einem Vortrag ein. Dr. Uta ESER, Büro für Umweltethik in Tübingen, wird zum Thema „Eigentümlich fremd: Wie Neophyten unsere Vorstellungen von Natur provozieren“ sprechen.

Die Ausbreitung (Verwilderung) nicht-heimischer Arten (Neophyten) sind gerade für Botanische Gärten ein wichtiges Thema. 2023 zeigen wir im ÖBG eine Ausstellung hierzu und haben einen Infopfad zu ausgewählten Neophyten. Frau Eser wird in ihrem Vortrag thematisieren, ob und wie Neophyten in unser Bild von Natur passen. So geht sie den Fragen nach, was es bedeutet, wenn Neophyten als „neue Wilde“ bezeichnet werden, ob die zunehmende Wertschätzung der Wildnis durch den Naturschutz fremde Arten überhaupt mit einbeziehen kann oder ihr invasives Verhalten die verbreitete Vorstellung einer harmonisch geordneten Natur stört? Der Vortrag skizziert so unterschiedliche Deutungen der Auswirkungen der „Globalisierung in der Pflanzenwelt“ und lädt zur kontroversen Diskussion ein.

Uta Eser leitet seit 2015 das Büro für Umweltethik in Tübingen (www.umweltethikbuero.de).  Ihren Forschungsschwerpunkt bilden die ethischen Grundlagen des Naturschutzes und der Nachhaltigen Entwicklung. Aktuell bearbeitet sie ein Forschungsprojekt zur Bedeutung von Werten und Normen für die Transformation des Agrar- und Ernährungssektors (www.oekovaluation.de).
 
Der Vortrag wird in Präsenz im Hörsaal H33 im Gebäude AI (Angewandte Informatik) der Universität Bayreuth stattfinden sowie via livestream über zoom übertragen. Über zahlreichen Besuch – vor allem in Präsenz – freuen wir uns.
Die Veranstaltung wird unterstützt durch OUTREACH, Förderpool UBT. ML

Vortrag, Sonntag, 12.Februar, 16 Uhr

  • Vor Ort: Hörsaal H33, Gebäude Angewandte Informatik (AI)
  • Live-Stream: über Zoom (live ab 15.45 Uhr, am 12.2.)
    Meeting-ID: 991 3704 5867
    Kenncode: OeBG2022

 


  • Vortrag unserer Doktorandin zur möglichen Invasivität der Becherpflanze


Vortrag von Marie Ende zur Silphie auf Einladung des ÖBG

Am Sonntag, den 26. Februar 2023 um 14:00 Uhr wird Marie Ende bei einem Vortrag zum Thema „Die Silphie: Nachhaltige Bioenergiepflanze! Invasives Potential?“ Ergebnisse ihrer Doktorarbeit vorstellen.

Die Durchwachsene Silphie oder Becherpflanze (Silphium perfoliatum) stammt aus dem östlichen Nordamerika und ist als Bioenergiepflanze eine vielversprechende Alternative zum Mais. In Deutschland wird sie derzeit auf mehr als 10.000 ha angebaut. Ihre ökologischen Vorteile sind vielfach untersucht und bestätigt. Sie ist sehr wüchsig und bildet reichlich keimfähige Samen, sodass ein invasives Potenzial nicht auszuschließen ist.

Marie Ende untersucht daher in ihrem Forschungsvorhaben, ob sich die Silphie in der Umgebung ihrer Felder spontan ausbreitet, auf welchen Standorten sie das tut und wie konkurrenzstark sie ist. Im Vortrag wird die Bioenergiepflanze Silphie porträtiert und Ergebnisse der wissenschaftlichen Studien vorgestellt.

Der Vortrag findet in Präsenz im Hörsaal H34 im Gebäude AI (Angewandte Informatik) der Universität Bayreuth statt und wird via Livestream über zoom übertragen. Der Vortrag wird unterstützt vom Freundeskreis Ökologisch-Botanischer Garten der Universität Bayreuth e.V.. ML

Vortrag, Sonntag, 26. Februar, 14 Uhr

  • Vor Ort: Hörsaal H34, Gebäude Angewandte Informatik (AI)
  • Live-Stream: Den Link zur Online-Teilnahme finden Sie hier>>>

 


  • Grüne Dinos! Pflanzen der Urzeit


Führung zu Pflanzen, die als Dinosaurier im Pflanzenreich gelten

Ein Brüllen erfüllte die Luft und der Boden bebte. So ähnlich könnte es gewesen sein, als Dinosaurier die Erde bewohnten.
Wie aber sah die Pflanzenwelt damals im Erdmittelalter aus?
Bei der öffentlichen Sonntagsführung am 5. März begeben wir uns auf eine Zeitreise und stellen im Gewächshaus und im Freigelände des ÖBG erdgeschichtlich alte Pflanzen vor wie Farne, Palmfarne, Schachtelhalme, Ginkgo, Araukarien und Mammutbäume. Wir erzählen ihre neuzeitlichen Entdeckungsgeschichten, die oft unglaublich und spannend sind, wie bei der australischen Wollemie oder dem chinesischen Urweltmammutbaum.

Treffpunkt ist um 10 Uhr am Haupteingang zum Garten auf dem Campus der Universität Bayreuth.
Die Teilnahme ist kostenlos. ML

 


  • Ökologisch-Botanischer Garten als Hotspot für Wildbienen


Wildbiene

2022 kartierte Daniel Schanz in seiner Masterarbeit die Wildbienen des ÖBG in fast 40 Begehungen von März bis September. Es war die Zweite Untersuchung nach ihrer Ersterfassung im Jahr 2000. Daneben erfasste er das Blütenbesuchsverhalten an heimischen und nicht-heimischen Pflanzenarten. Betreut wurde die Arbeit von Elisabeth Obermaier (ÖBG) und Stefan Dötterl (Universität Salzburg).

Daniel konnte die außerordentlich hohe Zahl von 214 Wildbienenarten nachweisen. Vier dieser Arten sind vom Aussterben bedroht und weitere 33 Arten anderen Gefährdungskategorien zuzuordnen. Mit dabei ist die Bedornte Sandgängerbiene (Ammobates punctatus, siehe Foto). Sie ist ein Neufund für den ÖBG und vom Aussterben bedroht (Rote Liste 1).
Die 85 neu hinzugekommenen Bienenarten im Vergleich zur Erfassung vor 22 Jahren, sind oft wärmeliebender. Die Untersuchungen belegen, dass der ÖBG mit seinen wertvollen Lebensräumen ein Hotspot für Wildbienen in Mitteleuropa ist. DS


  • Interview mit Prof. Dr. Johanna Pausch zur Ausstellung "Die dünne Haut der Erde – unsere Böden"


Bodenausstellung 2023 im ÖBG

Die originelle, interaktive Wanderausstellung zum Thema Boden wurde vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz konzipiert und ist ab 16. April 2023 im Ökologisch-Botanischen Garten der Universität Bayreuth zu sehen.
Wir haben Johanna Pausch von der Agrarökologie der Uni Bayreuth, die die Ausstellung nach Bayreuth geholt hat, dazu befragt:

Wie wurden Sie auf die Ausstellung aufmerksam?
Tatsächlich aus sehr simplen Grund. Ich habe für meine Vorlesung nach Abbildungen von Bodentieren recherchiert und bin dabei auf die Ausstellung in Görlitz gestoßen. Da diese sehr spannend präsentiert wurde, bin ich nach Görlitz gefahren, um mir die Ausstellung in natura anzusehen.
Was ist das Besondere an der Ausstellung?
Wirklich beeindrucken ist die Virtual Reality. Man wird auf die Größe einer Assel geschrumpft, kann richtig in die Bodenwelt eintauchen und begegnet den Bodenbewohnern, wie z.B. dem Hundertfüßer auf Augenhöhe. Tastsinn und Geruchssinn sind auch eingebunden, also ein Erlebnis für alle Sinne!
Besonders ist auch die Unterteilung in verschiedene Kammern. So gibt es neben der „Kammer des Lebens“ (Bodenorganismen) Räume, die sich mit der Bodenbildung, der Bodenzerstörung und aktuellen Forschungsfragen befassen.
Für welche Altersgruppen ist die Ausstellung geeignet?
Aufgrund der Vielfalt ist die Ausstellung für alle geeignet. Kleinere Kinder kommen mit Memory, Ausmalen und Tieren zum Anfassen genauso auf ihre Kosten wie SchülerInnen und Erwachsene, für die viel Interaktion und plakative Informationen geboten werden.
Wie ist es gelungen die Finanzierung für die recht teure Ausstellung zu stemmen?
Das war eine positive Erfahrung! Die Stiftungen und universitätsinterne Fördergeber waren sehr interessiert und haben gleich zugesagt. Geldgeber sind die Rainer Markgraf Stiftung, die Oberfrankenstiftung, der Hochschulverband, OUTREACH, BAYCEER und die Fakultät II mit Frauenfördermitteln. Herzlichen Dank schon an dieser Stelle allen Geldgebern!

Die Ausstellung „Die dünne Haut der Erde – unsere Böden“ wird gemeinsam von Einrichtungen der Uni Bayreuth organisiert und betreut von der Agrarökologie, der Bodenökologie, der BAYCEER-Geschäftsstelle und dem Ökologisch-Botanischen Garten. Begleitend zur Ausstellung werden Führungen und Projekte angeboten. Auch eine Broschüre ist verfügbar. Zudem gibt es eine Vortragsreihe, die im Mai startet. Wir freuen uns, dass es gelungen ist, diese attraktive Ausstellung nach Bayreuth zu holen! HS

 


Freundeskreis des Ökologisch-Botanischen Gartens, Uni Bayreuth e.V.

Haben Sie schon mal überlegt, den Ökologisch-Botanischen Garten zu unterstützen und Mitglied im Freundeskreis des ÖBG e.V. zu werden? Nähere Informationen zum Förderverein, Veranstaltungsprogramm und Beitritt finden Sie hier. Wir freuen uns auf Sie!


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Verantwortlich für die Redaktion: Jens Wagner

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