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Ökologisch-Botanischer Garten

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Über unseren Newsletter verteilen wir einerseits unsere regelmäßig erscheinende GARTENMELDE sowie von Zeit zu Zeit aktuelle Infos aus dem Garten.

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GARTENMELDE – unser Periodikum


GARTENMELDE heißt unsere zweimal jährlich erscheinende Infoschrift, weil sie Aktuelles aus dem Garten meldet. Ein kleines Wortspiel! Denn der Name steht auch für Atriplex hortensis, eine alte Kulturpflanze, die als Gemüse, Salat-, Heil- und Färbepflanze verwendet wird. Im Sommer wächst die Gartenmelde in unserem Nutzpflanzengarten!

Die GARTENMELDE liegt gedruckt zur kostenlosen Mitnahme unter anderem im ÖBG aus, wird an unsere Mitglieder im Freundeskreis ÖBG e.V. per Post versandt, steht als PDF-Download zur Verfügung, kann online gelesen und als Newsletter abonniert werden.


AKTUELLES aus dem ÖBG - Newsletter


Vortrag von Vera Joedecke | Artenvielfalt in der Stadt – Gartenpflanzen als Nahrungsquelle für Bestäuberinsekten

Online-Vortrag am Donnerstag, 25. März 2021, 18:00 Uhr

In dem Maße, wie Flächenverluste und Intensivierung der Landnutzung die Biodiversität in der Landschaft verringern, wachsen urbane Siedlungsräume. Damit wächst auch die Bedeutung von Gärten als Ersatzlebensräume für die heimische Artenvielfalt.

Bepflanzungen in Privatgärten und auf Balkonen spielen hierbei eine Rolle. Als Nahrungsquelle für Insekten kommen dabei einheimische Wildpflanzen in Frage, aber auch exotische Gartenstauden können bei richtiger Gestaltung der Pflanzflächen und bei richtiger Auswahl der Pflanzen einen Beitrag leisten.

Im Vortrag wird dargestellt, welche Gartenpflanzen für Bestäuber freundliche Anlagen geeignet sind und wie durch Niststrukturen und vertikale Blühbepflanzung Bestäuber im städtischen Raum gezielt gefördert werden können. Dies sind Ergebnisse von Studien der LVG (Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau) in Heidelberg und der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim.

Der Vortrag findet live über das Videokonferenzprogramm Zoom statt und dauert ca. 60 Minuten. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Eine Anleitung wie Sie am Vortrag via Zoom teilnehmen können, finden Sie hier.

Link zum Vortrag (via Zoom):


  • Pflanze des Monats März: Pfeffer (Piper nigrum)

Pfeffer (Piper nigrum) ist das wohl bekannteste Gewürz und hat neben leichter Schärfe viel Aroma zu bieten. Er ist eine mehrjährige, tropische Kletterpflanze, beheimatet an der Malabar-Küste in Südwest-Indien. Heute wird er vor allem in Vietnam angebaut.

Der Reifezustand der Früchte bei der Ernte und die Art der Bearbeitung bestimmen die Pfeffer“art“. Die Ernte der Pfefferähren erfolgt meist von Hand. Die Früchte (Pfefferkörner) sind unreif grün und zur Reife rot gefärbt.

Schwarzer und grüner Pfeffer stammen von grünen und unreif geernteten Früchten. Sie kommen getrocknet bzw. beim grünen Pfeffer gefriergetrocknet oder in Salzlake eingelegt auf den Markt. Weißer und roter Pfeffer sind reif geerntete Früchte. Wobei der weiße Pfeffer nur der getrocknete Steinkern der Frucht ist - das rote Fruchtfleisch wurde entfernt. Roter Pfeffer sind die getrockneten, sich dabei bräunlich verfärbenden Früchte. Er spielt im Handel eine untergeordnete Rolle und ist nicht mit dem Rosa Pfeffer (Schinus molle) zu verwechseln, der in den bunten Pfeffermischungen enthalten ist. Beim Rosa Pfeffer bleibt die rote (rosa) Farbe beim Trocknen erhalten, der echte rote Pfeffer verfärbt sich beim Trocknen bräunlich.

Im ÖBG wächst eine Pfefferpflanze im Tropenhaus, aktuell hat sie Früchte angesetzt, die noch unreif und grün sind.

Pflanzeninfo als PDF


  • Frühlingsboten im Freiland des ÖBG

Auswahl an aktuell blühenden Pflanzen im Freiland des Botanischen Gartens.
Beim Klicken auf die Bilder öffnet sich eine Galerie mit kurzen Informationen zur jeweiligen Pflanze.



  • Keine alltäglichen gärtnerischen Arbeiten

Steppe und Prärie abbrennen

Steppe und Prärien sind Lebensräume, in denen Feuer von Natur aus eine wichtige Rolle spielen. Alle paar Jahre wird daher im ausgehenden Winter, an sonnigen trockenen Tagen auch im ÖBG ein kontrolliertes Feuer in diesen beiden Gras dominierten Lebensräumen gelegt.

Durch das Feuer wird der alte trockene Biomassefilz entfernt, und es gelangen über die Asche Nährstoffe in den Oberboden. Zudem, werden typische, gut an Feuer angepasste Prärie- und Steppenpflanzen gefördert. Unerwünschte heimische Konkurrenzarten werden eher gehemmt. Fehlt nur noch, dass wir auch Bisons und Saigaantilopen dort grasen lassen!


Große Palme verpflanzen

Im Mangrovehaus wurde eine alte, große Palmettopalme (Sabal palmetto) verpflanzt. Sie wurde in den 1970er Jahren aus Samen gezogen, die Dr. Günter Rossmann auf den Bahamas gesammelt hatte. Palmettopalmen kommen natürlicherweise an feuchten Standorten von Florida bis Kuba und auf den Bahamas vor. Sie können bis zu 20 m hoch werden und bilden riesige dekorative Fächerblätter aus. Der alte Standort im Mangrovehaus wurde der Palme zu eng. Am neuen Standort, auch im Mangrovehaus, kann sie sich nun gut entfalten.

Palmen kann man, anders als typische Bäume, relativ gut auch in hohem Alter verpflanzen. Sie können zeitlebens sog. sprossbürtige Wurzeln bilden und haben keine tiefreichende Hauptwurzel. So hoffen wir, dass sich die Palme an ihrem neuen Standort in der Mangrove wohlfühlt und gut wächst und gedeiht.


  • Witterung 2020: Im ÖBG wieder wärmer und trockener

Das Jahr 2020 liegt hinter uns und es war – wie schon die letzten Jahre – wärmer als im langjährigen Mittel und etwas trockener.

Die Jahresmitteltemperatur an der Meßstation im ÖBG (auf 2 m Höhe) war um 1,5 Grad höher. Dabei waren alle Monate außer dem Mai wärmer als im Mittel der Periode 1981-2010.

Die Niederschlagsmenge lag mit 636 mm im ganzen Jahr um 16 % niedriger als im langjährigen Mittel. Dabei waren 9 von 12 Monaten trockener (April und Nov deutlich zu trocken) und die Monate Feb, Juni und August hatten mehr Niederschlag als im längjährigen Mittel.

Somit war auch das vergangene Jahr wieder extrem, was die Temperatur betrifft: Es ist das 6.wärmste Jahr in unserer Bayreuther Klimareihe seit 1850.

Die Daten stellt die Mikrometeorologie auf der BayCeer-Webseite zusammen. Sie können eingesehen werden unter folgendem Link.

Datenzusammenstellung: Wolfgang Babel, Mikrometeorologie/ BayCeer und Marianne Lauerer, ÖBG.


Verantwortlich für die Redaktion: Jens Wagner

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